/ Kultur - Geschichte
Die Verlegung der Hauptstadt nach Pyongyang im Jahr 427
   Koguryo war das stärkste Land in der Geschichte Koreas. Es existierte von 277 v. Chr. bis 668 n. Chr.
   Während seines beinahe 1000-jährigen Bestehens verlegte Koguryo mehrmals seine Hauptstadt. Vor allem die Verlegung nach Pyongyang im Jahr 427 war ein Ereignis, das einen großen Einfluss auf die Entwicklung der koreanischen Geschichte ausübte.
   Prof. Dr. Kang Se Gwon, Abteilungsleiter des Geschichtsinstituts der Akademie der Gesellschaftswissenschaften, sagt:  
   „Pyongyang war früher Tausende Jahre lang die Hauptstadt Kojosons (Altkorea) und wurde zu einem politisch, wirtschaftlich und kulturell entwickelten Gebiet. Daher verfügte es über günstige Bedingungen für die Verstärkung der Macht Koguryos. So verlegte es 427 seine Hauptstadt nach Pyongyang.“



   In der schriftlichen Aufzeichnung über die provisorische Verlegung der Hauptstadt Koguryos nach Pyongyang im Jahr 247 stand, dass Pyongyang eigentlich der Sitz des Urahnen Wang Gom war, d. h. die Hauptstadt, wo der Gründer Kojosons, Tangun, lebte. Also die Verlegung der Hauptstadt nach Pyongyang hatte nicht die Erschließung Pyongyangs zum Ziel, sondern bedeutete die Rückkehr in die Hauptstadt der Vorfahren von Kojoson. Es wurde damit offiziell erklärt, dass Koguryo der Nachfolgestaat von Kojoson war.
   Es war ein wichtiges Ereignis, das die wahre historische Tradition der koreanischen Nation fortsetzte und die Beziehungen der Fortsetzung der koreanischen Nationalstaaten deutlich machte.