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Ulji Mundok, namhafter Heerführer von Koguryo
   Ulji Mundok war ein patriotischer Feldherr von Koguryo, dem ersten Feudalstaat in Korea, der von 277 v. Chr. bis 668 n. Chr. existierte. Als im Jahr 612 die ausländischen Invasoren mit den 3 Mio. Mann starken Truppenkontingenten ins Land eindrangen, war er als Oberbefehlshaber der Armee von Koguryo tätig.



   Damals durchschaute er, dass der Feind den Krieg blitzartig zu Ende führen wollte, und vereitelte durch die Verstärkung der Hauptverteidigungslinie die feindliche Absicht. Als die 305 000 Mann große feindliche Streitmacht ins tiefe Hinterland von Koguryo eindrang, um um jeden Preis das Land auf die Knie zu zwingen, ging er allein ins Lager des Feindes für eine Scheinverhandlung und erfasste dabei dessen Lage.
   Wegen des langwierigen Marsches war der Feind völlig erschöpft und undiszipliniert und erlitt starken Nahrungsmangel. Nachdem er all das bestätigte, entschloss er sich, durch die Taktik der Anlockung und der Beseitigung aller Essbaren auf der Erde die Aggressoren zu vernichten.

 

   Durch die geschickte Anwendung dieser Methoden ließ der Feldherr Ulji Mundok die Invasoren 12 km vor der Nordpyongyanger Festung steckenbleiben.
   Yang Kui Song, Forscher des Geschichtsinstituts der Akademie der Gesellschaftswissenschaften, sagt:
   „Als der Feind bis in die Nähe der Nordpyongyanger Festung als Nebenhauptstadt Koguryos einmarschierte, schickte Ulji dem feindlichen Befehlshaber ein selbst geschriebenes Gedicht, das dem Feind einen Schreck einjagte. So verlor der Feind den Kampfwillen und begann, zurückzuziehen.“
   Der Feldherr Ulji Mundok organisierte eine Verfolgungsjagd nach den Fliehenden und errang in Salsu einen großen Sieg. Diese Schlacht ging in die Geschichte als der Große Siegreiche Kampf von Salsu ein.
   Seine Verdienste gaben auch später den Koreanern im Kampf gegen die ausländischen Aggressionen starken Mut und trugen zur Verteidigung Koguryos bei.